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Ich bin ein Twizy mit Jahrgang 2012. Seit 2013 sind Xaver und ich ein Team, sommers wie winters.

Batterie: genug “Saft” für Pässefahrten?

Eintrag ins Twizytagebuch vom 23.04.2017

Laut Info per Email ist die längste “stromlose” Distanz bei der Wavetrophy 63km. Da ich mich ein wenig zu kennen glaube, gibt’s da bei mir schon einige Fragezeichen hinter der gerunzelten Stirn .

Warum?
Fast jeden Montag und Donnerstag lege ich die genau gleiche Strecke zurück (sommers wie winters): zuhause – MPS Muotathal – SHP Morschach – zuhause. Am Schluss habe ich immer ca. 300 Höhenmeter zu bezwingen. Im Winter kommt es nun ab und zu vor, dass die Strasse noch nicht geräumt ist. In solchen Situationen wird es für mich sehr streng. Denn meine Räder sind nicht so weit auseinander wie bei einem normalen PW. Dann wird es sehr mühsam für mich. Dabei ist mir einmal die Puste ausgegangen und ich bin ca. 500m vor meinem Zuhause stehen geblieben.

 

Startnummer 66: Freund oder Feind?

Eintrag ins Twizytagebuch vom 16.04.2017

Mein Fahrer Xaver surft häufig auf der Webseite von Wavetrophy. Danach berichtet er meistens auf dem Weg zur Arbeit davon. Das hat er mir heute erzählt:

Ich surfe wieder einmal auf der Webseite von Wavetrophy. Mich interessieren natürlich meine “Gegner”. Wobei, Gegner ist das falsche Wort. Wir können nur Gewinner sein. Denn jedes Gramm CO2, das wir nicht in unsere Natur ausstossen, ist ein Gewinn für uns und unsere Umwelt. Aber vor allem ein Gewinn für unsere Kinder und Enkelkinder.

In der Gruppe 3 entdecke ich im Swiss Knife Valley – Team einen bekannten Namen: Patierno Sandro. Gibt es zwei des gleichen Namens in der Umgebung von Schwyz? Schnell im Online-Telefonbuch nachschauen. Nein, nur ihn. Er ist mein oberster Chef. Zur Erklärung: ich bin Lehrperson des Bezirkes Schwyz (politischer Kreis im Kanton Schwyz). Er ist der Bezirksammann dieses Bezirkes (also der “Präsident” des Bezirkes Schwyz ).
Wenn ich mir seine Angabe so ansehe, habe ich “automässig” keine Chance gegen ihn. Er fährt einen Daimler B-Klasse (ich wusste gar nicht, dass die auch E-Autos haben – wahrscheinlich ist es ein Umbau. Ich bin ehrlich gesagt ein riesiger Autobanause ). Aber ich werde versuchen, ihn mindestens einmal auf der ganzen Tour mit meinem Twizy zu schlagen . So nach dem Motto einer Berner Sportlerin: “Gring achä uu secklä (eh Gas gäh)”.
Aber nicht so, wie es diese Woche meiner Frau passiert ist. Sie musste noch schnell Erdbeeren fürs Dessert einer Gruppe in Schwyz einkaufen. Bei der Rückfahrt wurde sie mit dem Twizy geblitzt . Und das bei einem seit Jahren festinstalliertem Radarkasten (Grundstrasse bei Schwyz: sobald wir auswärts gehen, fahren wir an diesem Kasten vorbei). Die Rechnung ist zwar noch nicht gekommen, doch ich würde dieses Geld lieber in ein gutes Essen zu Zweit investieren – gäll Trudi! 

Also Sandro, ich freue mich auf einen fairen und kameradschaftlichen Wettkampf mit dir

Du hast gut reden, Xaver. Nicht du musst gegen den Daimler antreten, sondern ich!
Gefreut habe ich mich übrigens über den Blitz. Auch ich Kleiner kann zu schnell sein

Das Team “MPS Muotathal”

Eintrag ins Twizytagebuch vom 26.03.2017

Das Team besteht aus meinem Besitzer mit Namen Xaver und mir . Ich bin ein kleiner Renault Twizy ZE (ein Zweiplätzer für diejenigen, die keine Ahnung von uns E-Mobilen haben). Xaver hat uns beide für die Wavetrophy 2017 angemeldet.

Seit fast vier Jahren bringe ich Xaver zuverlässig zur Arbeit. Er benutzt mich bei jedem Wetter, auch im Winter. Auf dem Bild oben zieht er mir “Ketten” an. Für Illgau bin ich nicht ganz das optimale Fahrzeug. Ich gehöre nicht zu den Kraftprotzen wie die Familie Tesla. Auch meine Reichweite ist begrenzt. Ich kann meinen Arbeitsweg (hin und zurück) maximal zweimal ohne Aufladen zurücklegen. Wenn Xaver im Winter nach der Arbeit noch in die Sauna geht, wird es für mich bei schneebedeckter Strasse sogar für eine Fahrt knapp. Am Schluss stehen immer 300 Höhenmeter an . Bis jetzt habe ich meinen Besitzer erst einmal mit leerem Bauch (eh Akku) stehen lassen. Zum Glück konnte mich Trudi (Xavers Frau) mit meinem Dieselkollegen die letzten 500 steilen Meter hinaufziehen.

Im Stich gelassen habe ich ihn auch erst einmal. Vor rund einem Monat war mein Ladegerät defekt und musste ersetzt werden.

Ich hoffe nun stark, dass ich Xaver pannenlos ans Ziel bringen kann