Archiv der Kategorie: Microlino-Blog

29.07.2026: Morgenstund hat Gold im Mund

Heute Morgen erwachte Xaver um 04:30 Uhr. Als er aus dem Fenster sah, konnte er schon das Morgenrot im Osten sehen.
Wow – einfach wunderschön

Wir machten uns aber noch nicht auf den Weg, sondern schliefen weiter. Erst um ca. 06:30 Uhr begannen wir wieder mit dem Einpacken. Nach dem kleinen Waldfrühstück ging es dann weiter.

Da Xaver gestern eine schöne, etwas vom Verkehr befreite Route gewählt hatte, konnten wir also ohne «Vollgas zu geben» über Land fahren. Die E18Ö ist für gemütliche FahrerInnen zu empfehlen: abseits und vielfach alleine unterwegs.

In einem Vorort von Västeras machten wir dann unsere Lade- und Blogpause. Links auf dem Bild ist das Blogbüro 🤭.

Wenn wir dann fertig sind, geht es Richtung Uppsala weiter.

28.07.2026: Wie klein doch die Welt ist

Auf der Fahrt an den Schlafplatz erreichte uns ein schöner Anruf. Hätten wir das heute morgen gewusst, so hätten wir die Route anders gelegt.

Nach der Apfel- und Ladepause ging es weiter Richtung Askersund. Leider hatte Xaver die Route des Navi zu wenig genau betrachtet. Denn plötzlich fuhren sie auf der E20. Dort herrschte viel mehr Verkehr. Und die Lastwagen drängten. So blieb uns nicht viel anderes übrig als schneller als gewollt zu fahren.
Die Ladeanzeige sank schneller als geplant. Doch immer noch mit genügend Sicherheitsreserve erreichten wir den geplanten Ladepunkt. Der geplante existiert nicht mehr (ist verschlossen). Aber gegenüber gab es etliche, die nicht eingezeichnet sind. Xaver musste schon wieder eine neue Lade-App installieren. Dies lohnte sich diesmal. Denn mit dieser war das Laden an diesem Punkt gratis 🤗.
Aber auch hier hatten wir zwei Ladeabbrüche. Ich vermute mal, dass es diesmal die Säule war. Noch nicht voll, brachen wir wieder auf.
Warum? Beim nächsten Ladestopp funktionierte alles bestens.

Von Askersund nach Örebro passte Xaver besser auf und wählte einen Zwischenpunkt. So konnten sie gemütlich über Land «cruisen». In Örebro gab es dann für mich Strom und für Xaver einen Salat.

Während dieser Pause schaltete Xaver einen Kommentar frei. Aus diesem Kommentar konnte er entnehmen, dass Andreas (ein fleissiger Leser) auf der anderen Seite des Vätternsee gewesen wäre. Wir hätten rund 80km zurückfahren müssen, mit zeitlichem Aufwand von rund 2 Stunden. Wir setzten uns ein Zeitlimit, bis wir entweder weiterfahren oder zu ihnen fahren würden.

Da wir innerhalb dieser Zeit nichts hörten, fuhren wir unseres Weges weiter. Auf dem Weg zum Schlafplatz erreichte uns dann doch noch Andreas per Telefon. Es wurde ein schönes Gespräch mit Tipps zu unserer Route. Herzlichen Dank, Andreas.

Am Schlafplatz angekommen, durfte ich dann noch etwas Strom aus der Ecoflow laden.

Hier ist noch die Tagesetappe:

Morgen geht es dann weiter Richtung Västeras.

28.07.2026: Neuer Tag – neues Glück

Heute scheint die Sonne. Aber ein lästiger Wind lässt Xaver die Temperaturen als viel kälter wahrnehmen. Ich bin kein Weichei und es macht mir nichts aus.

Xaver war grundsätzlich mit dem Hotel Scandic Elmia zufrieden. Aber – sie konnten gestern zuerst seine Buchung nicht finden. Dann betrat plötzlich mitten in der Nacht jemand sein Zimmer. Diese Person kam nicht ins Sichtfeld von Xaver. Xaver liess sich dadurch nicht gross stören, erwachte kurz und schlief dann wieder tief und fest weiter.
An der Reception wussten sie heute Morgen davon. Sie entschuldigten sich und gaben Xaver dafür einen Gutschein für ein Frühstück in einem Scandic Hotel.

Nach dem guten und sehr reichhaltigen Frühstück ging es Richtung Norden, mehr oder weniger dem Vätternsee entlang. Oft waren wir lange Strecken einsam und alleine unterwegs.

 

Mal etwas Statistik:
(was Xaver eigentlich schon gestern schreiben wollte)
Anzahl Tage: 10 Tage
Gefahrene Kilometer: 2’057km
Gesamtverbrauch: 151.72kWh
Durchschnittlicher Verbrauch auf 100km: 7.38kWh
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 44km/h

Bald geht es weiter Richtung Motala – Askersund – Örebro

27.07.2026: gemütlich ja – aber wie lange 🤔

Leider ist der Tag nicht so entspannend verlaufen, wie wir es uns eigentlich vorgestellt hatten.

Die Fahrt war sensationell. Wir fuhren nach der Kaffee- und Ladepause nicht die schnellste und direkteste Strecke. Wir nahmen die zweite Wahl des Navis. Lange Abschnitte schienen wir beide allein zu sein. Die längere Fahrt auf Schotter durch einsame Wälder war einfach herrlich. Fast wie zuhause im Fallenfluhwald.

Da Xaver schon ein Hotelzimmer gebucht hatte und das Zimmer erst ab 16:00 Uhr bezogen werden konnte, machten wir irgendwo im Grünen einen verspäteten Mittagsstopp. Niemand störte uns bei diesem Halt, nicht mal ein Elch 😥.

Im Verlaufe des Nachmittags machten wir uns wieder auf die Felgen. Xaver wollte mich an die Säule hängen und er duschen und Blog schreiben. Aber das kam etwas anders als gedacht.

Beim Hotel gab es rund 20 22kW-Ladesäulen. Eigentlich herrlich. Xaver schloss mich an. Der Juice-Booster (das Typ2-Kabel) leuchtete, wie es sollte. Doch bei mir tat sich nichts: weder im Display noch beim OBC-Lüfter. Also an eine andere Säule umhängen – auch nichts.
Wo gibt es die nächste Ladesäule? Gemeinsam gings dorthin. Zuerst lud ich ein wenig. Dann gab es wieder Ladeabbruch bei mir.
Nächste Ladeort – sind nicht mehr vorhanden.
Nächster Ladeort beim Golfplatz. Dort fing ich endlich an zu laden.

Aber mit Xavers Dusche, Erholung und Blogschreiben wurde nichts. Denn all das war im Hotelzimmer. Auch das Ipad für die Routenaufzeichnung.

Zurück im Hotel probierte es Xaver nochmals mit Laden. Jetzt funktionierte es plötzlich.

Ja – so ist das Leben: der Mensch denkt – Gott lenkt

Hier noch die Tagesroute:

27.07.2026: gemütliche Fahrt an den Vätternsee

Heute nehmen wir es mal so richtig gemütlich. Wir fahren «nur» an den Vätternsee.

Für mich war das Aufstehen am Morgen gar nicht schwierig. Für Xaver aber schon. Denn es regnete leicht 😉. Und jetzt stellt euch mal bildlich vor, wie er sich nun aus mir, dem Microlino «rausschält» und sich anzieht, um möglichst trocken zu bleiben. Ich auf jeden Fall hatte ein Schmunzeln im Gesicht.

In Värnamo brauchte Xaver ein Kaffee und ich Strom. Meine Ladestelle fanden wir nicht ganz auf Anhieb. Aber nach etwas Suche auf Googlemaps in Satellitenansicht gelang uns das auch.

Wer findet mich?


Nicht ganz alltägliches Café


Interessantes Wolkenbild

26.07.2026: Richtung Vätternsee ist eingeschlagen

Nach dem interessanten Halt fuhren wir mit Sparfuss (ungleich Spassfuss, gäll Martin 🤭) fast der Küste entlang bis Helsingborg. Die einen verstanden gut, dass ich ein langsameres Gefährt bin. Andere wiederum überhaupt nicht. Die schwedischen Automobilisten überholen tendenziell knapper als die schweizerischen und deutschen. Dh biegen recht knapp vor uns wieder ein..

Aber – nichts kann uns stressen oder zur Eile treiben.

In Helsingborg machte Xaver unser erstes Gruppenselfie. Er setzte sich natürlich in den Vordergrund 😡🤭.

Nach diesem Ladehalt wurde die Richtung in Nordost Richtung Vätternsee gewechselt. Langsam aber stet ging es in die Höhe. Das merkte man weniger im Verbrauch (dank sparsamer Fahrt), sondern in der Geschwindigkeit. Erstaunlicherweise sank die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht. Geschuldet ist dies den langen Überlandfahrten und nur wenigen Dörfern.

Obwohl ich noch recht viel im Akku hatte, beschlossen wir, in Markaryd nachzuladen. Es wurde nämlich Zeit, für uns ein Schlafplätzchen zu suchen. Xaver wurde schnell fündig.

Hier noch Eindrücke auf der Fahrt:

Hier ist noch die Tagesetappe:

26.07.2026: Schweden – wir sind da 😍🤗

Heute ist es soweit. Wir betreten Skandinavien, genauer Schweden.

Nach dem reichhaltigen und sehr feinen Morgenessen ging es dann Richtung Kopenhagen bzw Kastrup. Die Strassen waren grösstenteils leer.
Mitten in Kopenhagen machte Xaver einen kleinen Fahrfehler, aber grosse Abkürzung. Die Strasse war nur für Busse freigegeben. Er sah es einfach zu spät 😉. Und das Navi zeigte es auch nicht an. Falls es eine Busse geben sollte, geht das ganz auf Kosten von Xaver. Also Post aus Dänemark öffnen und bezahlen, gäll Trudi 🤭.

In Kastrup legten wir noch einen kurzen Ladehalt ein, um auch bei möglichen Umleitungen noch genug Saft im Akku zu haben.
Dann kam für uns die «Raserstrecke» Richtung Malmö: zuerst der Tunnel, dann die grosse Brücke. Xaver und ich staunten über die Durchschnittsgeschwindigkeit. Obwohl wir rund 85km/h fuhren, ging der Wert zurück. Er müsste viel höher sein.

Bei fast schönem Wetter überquerten wir zügig das Meer. Um ca 09:30 Uhr überfuhren wir die Grenze nach Schweden, mitten auf der Brücke.
Der Zoll war kein Problem. Er wollte nichts sehen. Lediglich ein leichtes Lächeln zeigte sich in seinem Gesicht.

Malmö war gefühlt auch so leer wie Kopenhagen. Es ist halt Sonntagmorgen.
Ein riesiger Nachteil hat Malmö. Fast jeder Fussgängerstreifen ist erhöht. Um auf diese Erhöhung zu kommen, hat es flache Rampen für Normalspur und in der Mitte eine steilere. Die Stadtplaner haben überhaupt nicht an uns Microlinos gedacht. Denn mit zwei Reifen kann man eine flachere nehmen. Die beiden anderen rumpeln dann ziemlich stark, wenn die Geschwindigkeit zu hoch ist (es sind 40er-Tafeln).

In Lomma beim McDonald luden wir dann wieder auf: Xaver seine Lebensgeister, ich meinen Akku.

Soeben konnten wir eine Seniorengruppe mit Infos versorgen. Sie kamen aus Deutschland und reisten im Car Richtung Stockholm. Sie durchlöcherten uns mit Fragen.

Hier laden wir nun wieder auf 100%. Dann geht es Richtung Norden bzw Nordosten.

 

25.07.2026: grosse Insel ist gar nicht gross

Eigentlich hatten wir die Insel viel grösser in Erinnerung. Eins zwei waren wir in Roskilde, wo wir rund 20km vom Motel Sally’s Motel meinen Akku füllten.

In der Nähe dieses Ladeplatzes gibt es einen Italiener, der einen guten Ruf zu haben scheint. Das Restaurant war voll. Aber einen Espresso gab es dann trotzdem noch für Xaver.

Das Motel ist einen Besuch wert. Xaver und Gemahlin hatten diese Motel letztes Jahr entdeckt. Die Zimmer und das Restaurant sind im Stile der 50er Jahre eingerichtet. Zu essen gibt es nur verschiedene Burger. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt.

Xaver und ich haben uns bewusst entschieden, nicht weiter zu fahren. Wir möchten morgen Sonntag noch in der Nähe des Brückenanfanges volladen und dann mit Volldampf über die Brücke «rasen».

Mal so ein kurzer Rückblick, wie es mir bis jetzt ergangen ist:
Bis jetzt hatte ich absolut keine Probleme: nie eine Fehlermeldung, kein Zicken, keine Ladeprobleme, absolut einwandfrei.
Was Xaver aber das Gefühl hat, ist, dass mein Akku sich nicht mehr so richtig abkühlt. Meine Ladegeschwindigkeit sank von durchschnittlich 2.4kW auf 2.2kW.

Meine Bitte ans Microlino-Entwicklerteam (falls jemand von ihnen mitliest):
Baut bitte bei allen Microlinos einen zusätzlichen Lüfter ein, damit die Abwärme des Laders besser weggeht. Mit meinem, selbsteingebauten Lüfter kann ich diese Temperatur recht gut abziehen.

Wie immer, die Tagesetappe:

25.07.2026: Sprung auf die grosse Insel geschafft 🤗

Heute ist kein strenger Tag vorgesehen: lediglich etwas über 160km (falls uns Baustellen nicht zu Umwegen zwingen 🤔)

Gestartet waren wir so gegen 08:30 Uhr von Odense aus Richtung Nyborg. Dort befindet sich die Autobahnbrücke übers Meer.
Schon bald durften wir mehrere Umleitungen «geniessen». Gekennzeichnet sind sie aber sehr schlecht. Man wird nicht mehr auf die ursprüngliche Strecke zurückgeführt. Zum Glück rechnete das Navi schnell.

Kurz vor der Brücke brauchte Xaver noch einen Kaffee, ich eine mentale Pause für den Sprint über die Brücke 🤭.
Hier bin ich in Pole-Position 🤣

Xaver hätte gerne Fotos bei der Fahrt über die Brücke gemacht. Aber Handy in der Hand kann ja sehr teuer werden. Darum unterliessen wir es. Bei durchschnittlichen 80km/h «rasten» wir Korsoer zu. Dort war eine Ladepause für mich und Nickerchen für Xaver geplant. Und so wurde es auch gemacht. Xaver schoss noch ein paar Fotos von diesem Städtchen. Auch Fotos von der Brücke konnte er noch schiessen.

Hier sind seine Fotos rund um den Ort:

Weiter wird es bald Richtung Roskilde gehen, wo wir das nächste Mal laden werden.

24.07.2026: erste Insel betreten 👏

Nach Apenrade wurden die Strassen irgendwie langweiliger. Xaver hatte oft das Gefühl, dass er kilometerweise überhaupt keine Lenkbewegung machen musste. Ausser bei den selten gewordenen Kreiseln.

Der Fahrstil der anderen Automobilisten hatte sich aber verändert. Die einen nahmen sehr viel Rücksicht auf mich, den kleinen Verkehrsteilnehmer. Andere hingegen überholten seitlich relativ knapp.
Aber was uns am meisten auf die Nerven gegangen war: die Durchfahrt durch Kolding 😡: Stau über mehrere Kilometer. Der Grund: ein Rotlicht. Jetzt war Xaver sehr froh, dass ich elektrisch bin. So war der Energieverbrauch sehr gering. Wir brauchten fast gleich lange wie für die Fahrt von Apenrade bis Kolding
Bei dieser Gelegenheit waren wir sehr froh, die uns empfohlenen Städte wie Hamburg weiträumig umfahren zu haben.

Kurz nach diesem Ärger fuhren wir über die alte Brücke auf die erste Insel. Am anderen Ende verweilten wir dann eine längere Zeit. Ich füllte wieder meinen Akku. Xaver lief zurück auf die Brücke und machte ein paar Fotos. Sie sieht schon eindrücklich aus.
Nicht weit davon entfernt ist die Autobahnbrücke. Die haben wir bewusst vermieden: gemütlicher Fahren ist einfach schöner – man sieht auch viel mehr.

Sah da Xaver möglicherweise den einzigen Elch der ganzen Tour? 🤔

Xaver überlegte sich schon bald, wo er übernachten wollte. Da er trotz Pause und Nickerchen noch etwas müde war, beschloss er nicht mehr allzu weit zu fahren. In Odense fand er für uns zwei eine geeignetes Hotel: 1 Bett und mehrere Ladestellen.

Nun ruhen wir uns aus, bevor es morgen über die erste grosse Brücke auf die Hauptinsel Dänemarks geht.

Hier noch die Tagesetappe