Soviel Aufsehen unter Passanten erregt und Fragen provoziert hatten wir während der ganzen Tour bis hierher noch nie.
Die Fahrt von Börnsen nach Bad Bramstedt war ziemlich unspektakulär. Wir beide genossen es, nicht im Verkehrschaos von Hamburg zu versinken. Wir hätten mit Sicherheit des Öfteren von der falschen Spur auf die Richtige wechseln müssen und damit etliche Einheimische verärgern («diä cheibä Turischtä, wo nid chönid fahrä» bzw «diese Touristen, die wohl ihren Fahrausweis in der Lotterie gewonnen haben» 😡🤣).
In Bad Bramstedt steuerten wir direkt die Ladesäule bei Edeka an. Xaver war noch am Einrichten, als schon die ersten Passanten uns mit Fragen löcherten. Einer meinte sogar durch die Blume, dass Xaver nicht ganz dicht sein kann. Aber er meinte es im positiven Sinne. Worte wie «Hut ab vor einer solchen Leistung» fielen auch bei ihm. Eigentlich wollten wir beide uns ein bisschen erholen. Daraus wurde nur zum Teil etwas.

Irgendwie war es dann schön, als wir endlich weiterfahren konnten. So kehrte Ruhe ein.
Auf der Fahrt zur Unterkunft befuhren wir auch mehrere Strassenpassagen, die ich meinen Federbeinen und Xavers Hintern nicht allzu lange zumuten möchte. Diese Pflastersteine waren sowas von uneben. 20km/h war noch zu schnell, zumindest für uns. Andere Autofahrer fuhren rasanter über die Steine.
So sollte es sein. Xaver hatte bei der kurzfristigen Reservierung etwas von «SchuKo vorhanden?» geschrieben. Der Receptionist verstand zwar nicht, was SchuKo bedeutet. Aber wir konnten unmittelbar beim Hoteleingang parkieren und den Ladeziegel einstecken. Nächstes Mal wird Xaver sicher wieder Steckdose schreiben 🤭.

Xaver lud auch, wahrscheinlich auf meine «Reichweitenkosten»

