Archiv der Kategorie: Microlino-Blog

05.08.2026: Wow -sehr schöner Platz zum Verweilen 😍

Das hätten wir nicht gedacht. Dies ist wirklich ein sehr schöner Platz. Und es scheinen schon etliche «Villgauer» (wie Xaver einer ist) hier gewesen zu sein. ZB Löri (ein ehemaliger Schüler von Xaver) mit der ganzen Familie war letzte Woche hier campen. Im Februar waren Piit und Netti hier. Also sehr bekannt. 

In Kalix hatten wir ja geladen. Die Ladestelle war bei einem VW-Autohaus. Plötzlich kam der Besitzer und fragte Xaver, ob er gerne einen Kaffee hätte. Natürlich hatte er Lust darauf. Somit hatte Xaver auch keine Ausrede mehr, auf die neue Überwachungsoberfläche zu wechseln (gell Martin: Kaffee & Pause = einloggen 🤭)

Nach der Volladung ging es dann mit wirklich gemütlichem Tempo auf schöner und einsamer Strasse Richtung Norden: kein Stress, kein Gehetze von hinten, einfach schön.

Und dann – dann sahen wir unsere ersten Rentiere 😍

(oder waren das als Rentier getarnte Elche 🤔?)

Sie blieben eigentlich so lange in «Shooting-Position», bis Xaver bereit zum Fotografieren war. Bevor er eine Frontaufnahme machen konnte, überquerten sie die Strasse 😥.

Bald darauf kamen wir in der Norrsken Lodge an. Max zeigte uns unseren Platz, die Steckdose und die Hütte.
Xaver genoss dann mit den anderen 19 SchweizerInnen ein sehr feines Abendessen 🤗

Zum «Dessert» dann dieses Stimmungsbild:

Hier noch ein paar Eindrücke vom Platz:

Und noch die Tagesetappe:

05.08.2026: Wie klein doch die Welt ist

Wie wir da so einigermassen gemütlich dahintuckerln (gibt es dieses Wort überhaupt  🤔 – tönt aber auf jeden Fall gut 🤭), fährt plötzlich ein weisser Bus neben uns und überholt nicht. Wie Xaver so nach links schaut, winkt ihm der Fahrer freudig zu. Er winkt zurück. Dann gibt der andere Gas. Und was sehen wir? Ein «SZ-Kennzeichen», unserem Heimatkanton 😍. Wie wir dann kurz darauf via Email erfahren, sind wir das erste Mal Max von der Norrsken Lodge begegnet.

Es ist übrigens das erste Auto aus dem Kanton Schwyz und das zweite aus der Schweiz, das wir seit gefühlt Süddeutschland wahrgenommen haben.

Die Fahrt von Lulea bis hierher (Kalix) war absolut unspektakulär. Nun werden wir bis 98% laden und dann geht es auf nach Övertornea.

Was uns einzig aufgefallen ist, nicht am Verkehr, sondern an mir):
Seit gestern ging mein Akku von 98% auf 95% zurück. Also gingen wir an die nahe Ladesäule, um bis auf 98% aufzuladen. Nachdem wir mit diesen gut 98% losgefahren sind, fiel auf der Fahr mein Akku innert wenigen Kilometer auf 93%.
Xaver muss mich wahrscheinlich wieder mal solange aufladen, bis ich mich selber ausschalte (Kalibrieren des Akku). Er hört nämlich meist bei 98%, da dann die Ladeleisuung auf ca. 0.5kW zurückfällt und es rund 30 Minuten dauert, bis diese 2% drin sind.

PS:
Microlino AG liest mit 😍😍😍 – Herzlichen Dank

04.08.2026: Pause war super 😍

Diese Pause heute hat sich für uns beide gelohnt. Vor allem aber für meinen Fahrer Xaver.

Am Morgen startete der Tag für Xaver mit dieser Aussicht (Restaurang Nine: oberster Stock des Hotels):

Ich bin übrigens irgendwo da unten auf dem Parkplatz links

Am Nachmittag erfolgte ja die sehr gute Nachricht vom Campingplatz mit Übernachten und Nachladen.
Nach einem Mittagsschläfchen machte sich Xaver auf Fotosujetsuche. Leider fand er nichts Schlaues. Also musste wieder mal das Meer dran glauben.


Ist ein Panoramabild 😉

Dann nach dem Spaziergang durch die Stadt hatte er sich ein gutes Nachtessen verdient.

Warum ist eigentlich Xaver nie auf einem Foto?
Jemand «Gescheites» sagte mal: «Wüeschti Lüüt söttme nid fötelä» 🤭😂
(für unsere deutschen LeserInnen: «unanschauliche Personen sollte man nicht fotografieren»).

Morgen werden es dann ca 160km bis nach Övertornea sein. Nachgeladen wird voraussichtlich nur in Kalix. 80km vorher – 80km nachher

04.08.2026: Ruhetag ist angesagt

Endlich gönnen wir uns mal etwas Ruhe. Xaver ging mit mir heute morgen schon mal zum Laden. Da auf dem Parkplatz «maximal 40 Minuten parkieren erlaubt» (oder ähnlich) stand, blieb er die ganze Zeit bei mir. Ich bin doch kein «Hetzi» und geniesse das «Zeit haben».

Heute haben wir nichts mehr vor: einfach nur SEIN.

Zwischendurch hat sich unser Ziel angepasst. Unser primäres, nächstes Ziel ist nicht mehr das Nordkapp, sondern der «Arctic Circle». Wir vermuten mal stark, dass ich damit der erste Microlino wäre, der den Polarkreis überfahren würde.
🤗 welch eine Ehre 😍.

In welche Richtung es dann weitergehen wird, hängt stark von Xavers mentaler Stärke ab. Sie hat in letzter Zeit doch sehr stark abgenommen. Die ständige Ungewissheit «klappt es mit dem Laden» frisst an seiner Energie.

Wir hoffen für uns beide das Beste 🥰 und wählen das Beste 🥰

03.08.2026: Upgrade für Xaver 🤗 – Downgrade für mich 🥹

So etwas von unfair. Xaver hatte heute morgen schon das Hotel gebucht. Mit reserviertem Parkplatz. Doch bei der Ankunft ist die Email mit der Parkplatzreservierung verloren gegangen bzw. im Spam-Ordner gelandet. Die Folge davon: ich darf auf dem nahegelegenen Parkplatz übernachten 😭. So in aller Öffentlichkeit.
Wegen dieses «Irrtums» bekommt Xaver nun ein Upgrade. Auf jeden Fall ein riesiges Zimmer.

Ich draussen zwischen Normalos – er hinten rechts, noch vom Baum verdeckt.

Wie war aber die Fahrt bis hierher?
Sie war viel angenehmer als erwartet. Der Verkehr auf der E4 war gar nicht so schrecklich. Und meist 4-spurig. So konnten die «Raser rasen». Eigentlich wollten wir in Byske für ca. eine Stunde zwischenladen. Xaver hätte aber sich schon wieder irgendwo registrieren müssen. Das liessen wir sein und fuhren «E4-gemütlich» bis Pitea. Dort gab es diverse Ladestellen. Die erste konnte Xaver trotz App nicht starten. Aber an der zweiten im Parkhaus funktionierte es dann. Während dieser Zeit schlenderte Xaver etwas herum, bis zum Meer

Um sicher nach Lulea zu kommen, brauchte ich 50% zusätzlich. Wir rechnen ja «nur noch mit 80% brauchbarer Kapazität», da ja mit 15% die Reduktion kommt. Ich möchte nicht auf einer E4 reduziert fahren müssen 😥. Diese Grenze sollte für erfahrene FahrerInnen wieder auf 10% runtergeschraubt werden (bitte an Programmierer weiterleiten, falls jemand von Microlino AG mitliest).

Da ich wahrscheinlich schon seit Tagen erhöhte Batterie- und Invertertemperatur habe, stieg die Ladekurve nie über 2kW, meist aber bei 1.7kW. So schade. Ich brauchte also 3h für diese 50%. Ziemlich lange. Hätte Xaver vielleicht sofort den Zusatzlüfter eingeschaltet, so hätte mein OBC-Lader nicht so runtergeregelt.

Aber die Erholung hatte uns beiden gut getan. Nach knapp einer Stunde Fahrt kamen wir in Lulea an. Und den Rest der Geschichte habt ihr ja schon oben gelesen.

Hier bleiben wir nun bis Mittwochmorgen. Wir schalten also unseren ersten Ruhetag auf der 17-tägigen und 3’394km langen Fahrt ein. Morgen geht es dann für mich irgendwann zum Laden in der Nähe. Was Xaver so treiben wird in einer fremden Stadt, weiss ich nicht. Mal sehen.

Apropos Laden am Morgen:
Das haben wir heute gemacht – und lange nicht mehr. Wir sind gestern müde angekommen. Xaver hatte den Rest der Ecoflow noch in meinen Akku «gepulvert». Wir dachten gestern, dass dann eine Ladezeit von 2h genügen würden. Leider weit gefehlt – wir brauchten 3h. Diese Stunden hätten wir schon früher in Lulea sein können.
Also Tipp an alle: füllt eure Akkus noch am Abend.

Hier noch die Etappe 17:

03.08.2026: Endlich bin ich auf dem Startbildschirm

Xaver hat es nun endlich geschafft, den Twizy durch meine Wenigkeit auf dem Startbildschirm zu ersetzen 😍.

Heute wird es eine kurze Etappe. Nach den über 250km von gestern tun die «nur» 140km von heute gut.
Und morgen haben wir uns einen Ruhetag gesetzt. Das Ganze zehrt doch mehr als geplant an uns. Und auch die ersten Zweifel kommen auf, ob eine solche «Verrücktheit» weiter ausgeführt werden soll.

Aber Xaver hat schon mal kurz kontrolliert, wie weit es denn bis zur Norrsken Lodge in Övertornea ist. Dort betreibt eine ausgewanderte Familie aus Einsiedeln den Campingplatz. Er wäre machbar. Vielleicht dürften wir ja trotz (meist sehr negativer Einstellung von Platzbetreibern) als «Einheimische» meinen Akku vollladen.

Aber – geniessen wir doch heute wieder einmal die E4, da es keine Alternative gibt 😥.

Wir werden zweimal in Lulea übernachten. Morgen werde ich den ganzen Tag mal rumstehen und meinen Akku auskühlen lassen.

02.08.2026: Ist das etwas Tornado-ähnliches 🤔

Dieses Foto ist schon beeindruckend

Unser Navi hatte schon wieder zu wenig genau den Standort der Ladesäulen bei der Ikea in Umea angezeigt. Xaver ging sogar kurzfristig zu Fuss auf die Suche (tut ihm auch gut 🤭 – sonst bewege ich ja nur mich 😉)

Diesmal hatte es sehr gut geklappt. Sowohl der Ecoflow als auch ich starteten das Laden problemlos. Und dies am Verteiler, den Xaver extra für mich machen liess.
Als die Ecoflow voll war (sie lädt ja bis kurz vor «voll» mit 2.7kW, bei 3.6kWh ziemlich schnell), unterbrach er kurz das Laden, um dann den Juice-Booster direkt an mich anzuschliessen. So konnte Xaver sich dann frei bewegen, ohne auf das Gepäck aufpassen zu müssen.

Die Position war übrigens genial: genau an der Ausfahrt der Ikea-Einkäufer. Somit wurde ich etliche Male fotografiert und Xaver mit Fragen gelöchert. Ich musste immer wieder schmunzeln, wenn Xaver Wörter auf Englisch suchte und oft nicht fand. Die Interessierten hatten aber genau das gleiche Problem.
Einer lud Xaver sogar zu einem Kaffee ein 😍. Und das nur wegen mir.

Wir blieben übrigens vom Regen verschont. Da ich ja ein Langsamlader bin, war es weiter nordöstlich gewandert, bevor wir zwischen die beiden Fronten fahren mussten.

Die eine Richtung mit Werbung im Hintergrund …


… und das in die andere

Wir wussten ja, dass die nächste Etappe 136km weit sein wird. Also luden wir mich bis auf 99% auf (ab 98% werde ich einfach sooooooooo langsam 😥). Der Reservekanister (Ecoflow) war ja zu 100% gefüllt. Da es diesmal nicht die Schnellstrasse (E4) war, konnten wir sehr gemütlich fahren. Keiner stresste uns oder drängelte. Obwohl, der Kaffeespender ist pensionierter Busfahrer in Umea, sagte, dass die Schweden schrecklich nervöse und ungeduldige FahrerInnen seien. Von dem hatte ich bis jetzt eigentlich nicht viel gemerkt. In unserem grossen, nördlichen Kanton (ennet dem Rhein) sind sie erfahrungsgemäss viiiiel ungeduldiger 🤭 (Twizyfreunde natürlich ausgenommen 😉).

Es war wirklich eine sehr schöne, elchlose Strasse. Nach rund 105km hatte ich noch 29% im Akku. Weil Xaver wusste, dass bei mir (leider) schon bei 15% die Reduktion kommt, lud er mich an einer gemütlichen Stelle etwas aus dem Kanister nach: rund 1.6kWh. Wir waren ja nur noch rund 30km von Skelleftea entfernt.

Menschen picknicken im Grünen – ich lade im Grünen

Auf der Fahrt zum Hotel merkte Xaver wieder mal, dass die angegebenen und angefahrenen Adressen nicht ganz übereinstimmen. So durchfuhren wir (wie auch schon unsere Twizyfreunde) eine Fussgängerzone. Wenden wäre viel aufwendiger gewesen. Schlussendlich kamen wir dann im Hotel an. Morgen werden wir mich dann wieder vollladen. Jetzt habe ich fast 40% im Akku.

Morgen ist ein gemütlicher Tag geplant. Denn wir beide merken, dass solche langen Etappen zwar schön sind, aber doch auch an unserer Energie knabbern bzw uns auslaugen.
Mal schauen, wie es weitergeht. Denn die Strecke mit Orten, wo es NUR eine Ladesäule gibt (möglicherweise auch nicht mehr), werden häufiger.

🤭 – Xaver musste sich nochmals einloggen. Er hat die Tagesetappe vergessen

02.08.2026: 3’000km am 16. Tag überschritten 😍🤗😍

Wow – darauf können wir stolz sein. Gestartet sind wir mit 36’318km, jetzt sind es 39’414km. Das sind im Schnitt 193km pro Tag 😍.

Heute Morgen war Xaver mit ein bisschen «Magenschmerzen» gestartet. Denn uns erwarteten rund 110km E4-Strasse, also höhere Geschwindigkeit = höherer Verbrauch = mit Drosselung unter 15% Katastrophe.

Aber es kam dann viel besser als gedacht. Wir konnten unsere gemütliche Reisegeschwindigkeit fast halten. Zum Glück scheinen die Schweden eher SpätaufsteherInnen zu sein. Der Verkehr war sehr moderat und verständnisvoll für mich Kleinen.

Um aber das Glück nicht herauszufordern, lud Xaver sicherheitshalber 15km vor Umea bei 31% ca 1.4kWh aus der Ecoflow nach. Wir wussten ja nicht, ob es noch «riesige Steigungen» vor uns gab. Etliche hatten wir heute bezwungen.

Gelandet sind wir nun bei Ikea. Mein Akku und mein Reservekanister werden wieder auf Vordermann gebracht. Uns erwartet eine Strecke von 138km «Nicht-E4-Strasse» ohne Nachlademöglichkeit.
Wird spannend. Es sollte aber reichen. Denn vorhin verbrauchten wir bis zum «Ecoflow-nachladen» 69% auf 95km. Da es keine Autobahn ist, dürfte ein langsames Fahren sehr viel eher akzeptiert werden. Wir müssen das mit den Steigungen noch mit MapOut nachschauen.

Hier das Bild mit dem schwedischen Nationalsymbol im Hintergrund:

01.08.2026: Funktionierende AC-Ladesäulen werden zum Problem 😥

Xaver hatte zwar am Morgen geschrieben, dass wir die nächste Strecke etwas gemütlicher machen werden. Doch was tut er – er nimmt die E4 und «rast mit mir» bzw «bremst die anderen aus». Rasen ist eigentlich der falsche Begriff. Wenns runter ging, so konnten wir fast mit den anderen mithalten. Fast deswegen, weil 100km/h oder mehr erlaubt sind. Die Maximalgeschwindigkeit von 90km/h erreichten wir genau zweimal. Wahrscheinlich hätte ich an die Grenze von Martin (99km/h) erreichen können. Doch ein Inverterschaden in Schweden ist suboptimal.

Aber nun zum Problem von AC-Ladestellen (am Beispiel in Docksta):
Leider sind bei weitem nicht alle Ladepunkte aktuell. Entweder gibt es sie gar nicht mehr. Oder es wurden in der Zwischenzeit CCS-Stellen installiert.
Oder das andere Problem: uns ist es nun schon zum zweiten Male passiert, dass die 11kW-Säulen nicht funktionieren. Heute zum Beispiel unterbrach die Säule immer wieder den Ladevorgang: in 15 Minuten gab es 0.2kWh in den Akku (laut Rechnungsauszug).
Ablauf der «Verwirrung»:
Bei Tankstelle Ladesäulen durch CCS ersetzt -> Campingplatz 4 11kW-Säulen probiert mit minimalster Leistung -> 22kW-Säule bei Hotel funktionierte dann.
Dafür hatte Xaver, als es funktionierte, eine schöne Aussicht aufs Meer.

In Örnsköldsvik war das alles dann kein Problem. Xaver fand die Unterkunft sofort. Auch meine Ladestelle lag im Gratis-Parkhaus in Fussmarschnähe. So sollte es sein.
Diesmal hatte ich die bessere Aussicht.

Bald haben wir das obere Ende der Ostsee erreicht. Dies birgt noch einige Herausforderungen: lange Etappen ohne Nachlademöglichkeit.
Wir sind so richtig stolz auf uns und unsere Leistung, überhaupt bis hierher ohne Schaden oder unlösbare Probleme gelangt zu sein.
Man könnte auch sagen: Alles, was jetzt noch kommt, ist geschenkt 🤗

Hier ist noch die Tagesetappe: