Archiv der Kategorie: Microlino-Blog

27.07.2026: gemütliche Fahrt an den Vätternsee

Heute nehmen wir es mal so richtig gemütlich. Wir fahren «nur» an den Vätternsee.

Für mich war das Aufstehen am Morgen gar nicht schwierig. Für Xaver aber schon. Denn es regnete leicht 😉. Und jetzt stellt euch mal bildlich vor, wie er sich nun aus mir, dem Microlino «rausschält» und sich anzieht, um möglichst trocken zu bleiben. Ich auf jeden Fall hatte ein Schmunzeln im Gesicht.

In Värnamo brauchte Xaver ein Kaffee und ich Strom. Meine Ladestelle fanden wir nicht ganz auf Anhieb. Aber nach etwas Suche auf Googlemaps in Satellitenansicht gelang uns das auch.

Wer findet mich?


Nicht ganz alltägliches Café


Interessantes Wolkenbild

26.07.2026: Richtung Vätternsee ist eingeschlagen

Nach dem interessanten Halt fuhren wir mit Sparfuss (ungleich Spassfuss, gäll Martin 🤭) fast der Küste entlang bis Helsingborg. Die einen verstanden gut, dass ich ein langsameres Gefährt bin. Andere wiederum überhaupt nicht. Die schwedischen Automobilisten überholen tendenziell knapper als die schweizerischen und deutschen. Dh biegen recht knapp vor uns wieder ein..

Aber – nichts kann uns stressen oder zur Eile treiben.

In Helsingborg machte Xaver unser erstes Gruppenselfie. Er setzte sich natürlich in den Vordergrund 😡🤭.

Nach diesem Ladehalt wurde die Richtung in Nordost Richtung Vätternsee gewechselt. Langsam aber stet ging es in die Höhe. Das merkte man weniger im Verbrauch (dank sparsamer Fahrt), sondern in der Geschwindigkeit. Erstaunlicherweise sank die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht. Geschuldet ist dies den langen Überlandfahrten und nur wenigen Dörfern.

Obwohl ich noch recht viel im Akku hatte, beschlossen wir, in Markaryd nachzuladen. Es wurde nämlich Zeit, für uns ein Schlafplätzchen zu suchen. Xaver wurde schnell fündig.

Hier noch Eindrücke auf der Fahrt:

Hier ist noch die Tagesetappe:

26.07.2026: Schweden – wir sind da 😍🤗

Heute ist es soweit. Wir betreten Skandinavien, genauer Schweden.

Nach dem reichhaltigen und sehr feinen Morgenessen ging es dann Richtung Kopenhagen bzw Kastrup. Die Strassen waren grösstenteils leer.
Mitten in Kopenhagen machte Xaver einen kleinen Fahrfehler, aber grosse Abkürzung. Die Strasse war nur für Busse freigegeben. Er sah es einfach zu spät 😉. Und das Navi zeigte es auch nicht an. Falls es eine Busse geben sollte, geht das ganz auf Kosten von Xaver. Also Post aus Dänemark öffnen und bezahlen, gäll Trudi 🤭.

In Kastrup legten wir noch einen kurzen Ladehalt ein, um auch bei möglichen Umleitungen noch genug Saft im Akku zu haben.
Dann kam für uns die «Raserstrecke» Richtung Malmö: zuerst der Tunnel, dann die grosse Brücke. Xaver und ich staunten über die Durchschnittsgeschwindigkeit. Obwohl wir rund 85km/h fuhren, ging der Wert zurück. Er müsste viel höher sein.

Bei fast schönem Wetter überquerten wir zügig das Meer. Um ca 09:30 Uhr überfuhren wir die Grenze nach Schweden, mitten auf der Brücke.
Der Zoll war kein Problem. Er wollte nichts sehen. Lediglich ein leichtes Lächeln zeigte sich in seinem Gesicht.

Malmö war gefühlt auch so leer wie Kopenhagen. Es ist halt Sonntagmorgen.
Ein riesiger Nachteil hat Malmö. Fast jeder Fussgängerstreifen ist erhöht. Um auf diese Erhöhung zu kommen, hat es flache Rampen für Normalspur und in der Mitte eine steilere. Die Stadtplaner haben überhaupt nicht an uns Microlinos gedacht. Denn mit zwei Reifen kann man eine flachere nehmen. Die beiden anderen rumpeln dann ziemlich stark, wenn die Geschwindigkeit zu hoch ist (es sind 40er-Tafeln).

In Lomma beim McDonald luden wir dann wieder auf: Xaver seine Lebensgeister, ich meinen Akku.

Soeben konnten wir eine Seniorengruppe mit Infos versorgen. Sie kamen aus Deutschland und reisten im Car Richtung Stockholm. Sie durchlöcherten uns mit Fragen.

Hier laden wir nun wieder auf 100%. Dann geht es Richtung Norden bzw Nordosten.

 

25.07.2026: grosse Insel ist gar nicht gross

Eigentlich hatten wir die Insel viel grösser in Erinnerung. Eins zwei waren wir in Roskilde, wo wir rund 20km vom Motel Sally’s Motel meinen Akku füllten.

In der Nähe dieses Ladeplatzes gibt es einen Italiener, der einen guten Ruf zu haben scheint. Das Restaurant war voll. Aber einen Espresso gab es dann trotzdem noch für Xaver.

Das Motel ist einen Besuch wert. Xaver und Gemahlin hatten diese Motel letztes Jahr entdeckt. Die Zimmer und das Restaurant sind im Stile der 50er Jahre eingerichtet. Zu essen gibt es nur verschiedene Burger. Man fühlt sich in der Zeit zurückversetzt.

Xaver und ich haben uns bewusst entschieden, nicht weiter zu fahren. Wir möchten morgen Sonntag noch in der Nähe des Brückenanfanges volladen und dann mit Volldampf über die Brücke «rasen».

Mal so ein kurzer Rückblick, wie es mir bis jetzt ergangen ist:
Bis jetzt hatte ich absolut keine Probleme: nie eine Fehlermeldung, kein Zicken, keine Ladeprobleme, absolut einwandfrei.
Was Xaver aber das Gefühl hat, ist, dass mein Akku sich nicht mehr so richtig abkühlt. Meine Ladegeschwindigkeit sank von durchschnittlich 2.4kW auf 2.2kW.

Meine Bitte ans Microlino-Entwicklerteam (falls jemand von ihnen mitliest):
Baut bitte bei allen Microlinos einen zusätzlichen Lüfter ein, damit die Abwärme des Laders besser weggeht. Mit meinem, selbsteingebauten Lüfter kann ich diese Temperatur recht gut abziehen.

Wie immer, die Tagesetappe:

25.07.2026: Sprung auf die grosse Insel geschafft 🤗

Heute ist kein strenger Tag vorgesehen: lediglich etwas über 160km (falls uns Baustellen nicht zu Umwegen zwingen 🤔)

Gestartet waren wir so gegen 08:30 Uhr von Odense aus Richtung Nyborg. Dort befindet sich die Autobahnbrücke übers Meer.
Schon bald durften wir mehrere Umleitungen «geniessen». Gekennzeichnet sind sie aber sehr schlecht. Man wird nicht mehr auf die ursprüngliche Strecke zurückgeführt. Zum Glück rechnete das Navi schnell.

Kurz vor der Brücke brauchte Xaver noch einen Kaffee, ich eine mentale Pause für den Sprint über die Brücke 🤭.
Hier bin ich in Pole-Position 🤣

Xaver hätte gerne Fotos bei der Fahrt über die Brücke gemacht. Aber Handy in der Hand kann ja sehr teuer werden. Darum unterliessen wir es. Bei durchschnittlichen 80km/h «rasten» wir Korsoer zu. Dort war eine Ladepause für mich und Nickerchen für Xaver geplant. Und so wurde es auch gemacht. Xaver schoss noch ein paar Fotos von diesem Städtchen. Auch Fotos von der Brücke konnte er noch schiessen.

Hier sind seine Fotos rund um den Ort:

Weiter wird es bald Richtung Roskilde gehen, wo wir das nächste Mal laden werden.

24.07.2026: erste Insel betreten 👏

Nach Apenrade wurden die Strassen irgendwie langweiliger. Xaver hatte oft das Gefühl, dass er kilometerweise überhaupt keine Lenkbewegung machen musste. Ausser bei den selten gewordenen Kreiseln.

Der Fahrstil der anderen Automobilisten hatte sich aber verändert. Die einen nahmen sehr viel Rücksicht auf mich, den kleinen Verkehrsteilnehmer. Andere hingegen überholten seitlich relativ knapp.
Aber was uns am meisten auf die Nerven gegangen war: die Durchfahrt durch Kolding 😡: Stau über mehrere Kilometer. Der Grund: ein Rotlicht. Jetzt war Xaver sehr froh, dass ich elektrisch bin. So war der Energieverbrauch sehr gering. Wir brauchten fast gleich lange wie für die Fahrt von Apenrade bis Kolding
Bei dieser Gelegenheit waren wir sehr froh, die uns empfohlenen Städte wie Hamburg weiträumig umfahren zu haben.

Kurz nach diesem Ärger fuhren wir über die alte Brücke auf die erste Insel. Am anderen Ende verweilten wir dann eine längere Zeit. Ich füllte wieder meinen Akku. Xaver lief zurück auf die Brücke und machte ein paar Fotos. Sie sieht schon eindrücklich aus.
Nicht weit davon entfernt ist die Autobahnbrücke. Die haben wir bewusst vermieden: gemütlicher Fahren ist einfach schöner – man sieht auch viel mehr.

Sah da Xaver möglicherweise den einzigen Elch der ganzen Tour? 🤔

Xaver überlegte sich schon bald, wo er übernachten wollte. Da er trotz Pause und Nickerchen noch etwas müde war, beschloss er nicht mehr allzu weit zu fahren. In Odense fand er für uns zwei eine geeignetes Hotel: 1 Bett und mehrere Ladestellen.

Nun ruhen wir uns aus, bevor es morgen über die erste grosse Brücke auf die Hauptinsel Dänemarks geht.

Hier noch die Tagesetappe

24.07.2026: Dänemark – wir kommen 😍

Und heute werden wir ein nächstes kleines Highlight haben. Wir werden die dänische Grenze überqueren 🤗.

Wir beide waren «vollgeladen» gestartet: Xaver mit vollem Bauch, ich mit vollem Akku (dank dem freundlichen Hotelbesitzer 👏).
Diesmal hätte es einen guten km/h-Schnitt gegeben, wenn wir schon in Flensburg geladen hätten: nämlich 56km/h. Aber das war dann doch ein bisschen zu früh. Und trotz kurzer Ruckelpiste.

In Flensburg überfuhren wir dann die Grenze Richtung Dänemark. Xaver wagte es nicht, unmittelbar vor dem Grenzposten ein Foto zu machen, da die Polizei rumstand. Dafür kurz danach.

Auf der Strecke von Flensburg nach Apenrade waren wir fast alleine unterwegs. Das genossen wir sehr. Schon nach kurzer Zeit durfte ich wieder an die Säule.
Nur so nebenbei mal gesagt: wir gehen selten wegen mir an die Ladesäulen, sondern wegen Xaver. Er geniesst es 1.5 – 2h zu fahren und dann wieder eine Erholungspause einzulegen. Ab und zu braucht er sie auch wirklich: für ein Nickerchen, oder wie jetzt zum Blogschreiben.

Hier ein paar Fotos von Apenrade. Wäre hier Xavers Frau wohl auch baden gegangen? Denn letztes Jahr ging gefühlt in jeden See kurz schwimmen 😉. Die Luft ist relativ kühl. Das Wasser wissen wir leider nicht.

Nun geht es dann Richtung Kolding – Snoghoj – Odense – …

23.07.2026: Viele Fragende in Bad Bramstedt

Soviel Aufsehen unter Passanten erregt und Fragen provoziert hatten wir während der ganzen Tour bis hierher noch nie.

Die Fahrt von Börnsen nach Bad Bramstedt war ziemlich unspektakulär. Wir beide genossen es, nicht im Verkehrschaos von Hamburg zu versinken. Wir hätten mit Sicherheit des Öfteren von der falschen Spur auf die Richtige wechseln müssen und damit etliche Einheimische verärgern («diä cheibä Turischtä, wo nid chönid fahrä» bzw «diese Touristen, die wohl ihren Fahrausweis in der Lotterie gewonnen haben» 😡🤣).

In Bad Bramstedt steuerten wir direkt die Ladesäule bei Edeka an. Xaver war noch am Einrichten, als schon die ersten Passanten uns mit Fragen löcherten. Einer meinte sogar durch die Blume, dass Xaver nicht ganz dicht sein kann. Aber er meinte es im positiven Sinne. Worte wie «Hut ab vor einer solchen Leistung» fielen auch bei ihm. Eigentlich wollten wir beide uns ein bisschen erholen. Daraus wurde nur zum Teil etwas.

Irgendwie war es dann schön, als wir endlich weiterfahren konnten. So kehrte Ruhe ein.
Auf der Fahrt zur Unterkunft befuhren wir auch mehrere Strassenpassagen, die ich meinen Federbeinen und Xavers Hintern nicht allzu lange zumuten möchte. Diese Pflastersteine waren sowas von uneben. 20km/h war noch zu schnell, zumindest für uns. Andere Autofahrer fuhren rasanter über die Steine.

So sollte es sein. Xaver hatte bei der kurzfristigen Reservierung etwas von «SchuKo vorhanden?» geschrieben. Der Receptionist verstand zwar nicht, was SchuKo bedeutet. Aber wir konnten unmittelbar beim Hoteleingang parkieren und den Ladeziegel einstecken. Nächstes Mal wird Xaver sicher wieder Steckdose schreiben 🤭.

Xaver lud auch, wahrscheinlich auf meine «Reichweitenkosten»

Hier ist noch die Tagesetappe:

23.07.2026: Frühstück in Börnsen

An einer so einsamen Landstrasse haben wir schon lange nicht mehr übernachtet. Zuerst vermuteten wir zwar, dass es eine vielbefahrene Durchgangstrasse wäre. Doch dem war überhaupt nicht so 🤗. Wir beide konnten uns sehr gut erholen.

Aber vor dem Frühstück sollte noch ein bisschen Frühsport sein. Also fuhren wir zuerst unsere rund 60km nach Börnsen. Heute merkten wir dann bald, dass die Autos mit ihren Insassen ziemlich aggressiver fuhren. Geduld und Zeit scheint heutzutage zu den selteneren, guten Eigenschaften zu zählen. Eher Zeit ist Geld. Wir wurden heute auch zum ersten Male angehupt: aus Freude oder Ärger erfuhren wir leider nicht. Wir sind optimistisch und nehmen ersteres an.

Auf der Strecke sahen wir immer wieder unsere Stromquellen am Produzieren. Es gab auch schon vorher viele Windräder. Xaver hatte es aber bis anhin unterlassen, sie zu fotografieren 😥

Da, wo wir jetzt frühstücken, haben wir den ganzen Parkplatz für uns. Alle scheinen bei der Arbeit oder in den Ferien zu sein.

22.07.2026: in Soltau geladen – weiter zum Schlafplatz

Linchen hatte mich mal gefragt, mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit wir eigentlich unterwegs sind. Xaver meinte, so zwischen 45 – 50km/h.
Wir suchten nun eine Möglichkeit, die mal zu messen und dann in die erweiterte Ladelog-Tabelle einzutragen. Xaver wurde fündig 👏. Unser Garmin-Navi Drivesmart 61LTD (oder ähnlich: uralt, aber gut) bietet diese Funktion an. Also wurde die Werte auf Null gestellt und bei der Fahrt nach Soltau gemessen. Auf diesem Wege gab es sehr viele 30er Zonen. Der Messwert ergab durchschnittlich 42km/h. Xaver gibt sich auch Mühe, seinen Fuss nicht allzu sehr durchzudrücken.

Auf der Fahrt nach Soltau gab es wirklich nichts Erwähnenswertes. Darum möchten wir mal unseren «Verfolgern» (nicht ihr Leserinnen und Leser, sondern die Autofahrer, die hinter uns fahren und uns da bei Gelegenheit überholen 😉) ein Lob aussprechen. Gehupt hatte bis hierher kein einziges Auto. Gefährlich überholt erst ein einziges. Bei diesem Falle musste das entgegenkommende Auto scharf abbremsen. Seinen Unwillen wurde durchs mehrmalige Aufblenden klar und deutlich.

In Soltau hatte Xaver wieder schön Zeit, sich während des Ladens ein bisschen das Städtchen anzusehen. Verpflegt hatte er sich auch noch vom Proviant, dem ihm die Gastgeberin eingepackt hatte (es hat noch – er verfutterte nicht alles 🤭)

Hier noch die Tagesetappe:

PS:
Wer hat noch nicht bemerkt, dass die Bilder beim Draufklicken grösser werden?

Wir wünschen euch eine ganz gute Nacht.