Archiv der Kategorie: Microlino-Blog

16.07.2023: Zwei grossen Brücken über- und Dänemark durchquert

1. grosse Microlinotour

Heute war ein harter Tag. Nicht nur unbedingt wegen der Länge des Tages, sondern wegen der beiden langen Brücken über das Meer. Beim Nordwärtsfahren war es gefühlt windstill. Bei der Rückfahrt überhaupt nicht. Xaver musste mich immer wieder nachkorrigieren, damit ich schön in der Spur blieb. Wir starteten schon kurz vor fünf. Wir planten dem stressigen Fahren mit Sonntagsausflüglern und Ferienverkehr aus dem Weg zu gehen. Dies klappe ziemlich gut.

Auf der 1. Brücke machte Xaver noch ein (leicht) unscharfes Foto von der Schnapszahl 11‘111 auf meinem Tacho. Andere Fotos (von Kulturobjekten oder Naturschönheiten) gab es leider nicht. Mitten auf der Strasse anzuhalten, um ein Foto zu machen, ist nicht so unser (vor allem Xavers) Ding 😢.

Wir freuen uns, langsam wieder in die Nähe des Zuhauses zu kommen. Vor allem mal, dass ich mir Xavers englisch nicht mehr anhören muss (Swiss tschörmen inglisch). Auch fäll dann die lästige Suche nach einem Übernachtungsplatz weg. Was ihr ja noch gar nicht wisst: Xaver hat auf der bisherigen Tour erst 3x in einem Bett übernachtet. Die restlichen Nächte schlief er in mir (Embryostellung beim Schlafen 😉)

 

15.07.2023: Es geht zurück

1. grosse Microlinotour

So, es geht wieder heimwärts. Der Startschuss erfolgte aber nicht zu „unchristlich“ früher Zeit. Xaver wollte sich vorher noch den Bauch vollschlanken. Und schleppen darf ich es dann wieder! Nachdem auch ich satt war (Strom wiegt aber nichts), machten wir uns auf die Räder. Die Strecke war uns ja einigermassen bekannt. Bis Ljungby wollten wir gleich fahren.

Danach eher rechts. Auf eben dieser Strecke schafften Xaver und ich etwas rekordverdächtiges. Für die Strecke Ljungby – Båstad (96.0km) verbrauchten wir lediglich 52% 🤗. Das sind fast WLTP-verdächtige Werte 👍👏. Dazu muss aber gesagt werden, dass wir moderate 50km/h im Schnitt gefahren sind und es um ca. 150 Hm runter ging. Während ich nuckelte, ging Xaver ans Meer und picknickte auch. Da wir morgen über die grosse Brücke wollten, ging es noch ein bisschen weiter.

Was ich ganz vergessen hatte sagen ist: der Weihnachtsmann hätte mich gerne gegen eines seiner Rentiere eingetauscht. Doch Xaver lehnte ab. Denn er konnte sich nicht vorstellen, dass alle Geschenke in meinem Gepäckraum Platz hätten. Und was sollte Xaver schon mit einem fliegenden Rentier machen 🤔😉? Den Weihnachtsmann könnte er auf keinen Fall ersetzen: Bauch ist zwar vorhanden, der Rest aber nicht.

 

14.07.2023: Gemütlicher Tag in Jönköping?

1. grosse Microlinotour

Xaver versprach mir für heute einen gemütlichen Tag. Und was wurde daraus? Ein Tag mit 220km unter den Rädern!

Aber von vorne.
Xavers Frau und mein „Chirurg“ aus Norddeutschland fragten Xaver nach kulturellen Fotos. Da sowohl Xaver als auch ich lieber gemütlich unterwegs sind, vergessen wir geflissentlich die leidige Paparazzerei, also das Halten an jeder Ecke und Ablichten „jeden einzelnen Blümeleins oder  Seeleins“.

Um also doch etwas Kulturelles kurz zu fotografieren, fuhren wir nach Vadstena. Dort hat es eine „Kirche“ und eine Ladestelle. Leider war die Ladestelle besetzt, und eine zweite nicht mehr existierend. Was blieb uns übrig, als schnell ein Foto zu machen und weiter nach Motala zu fahren 😉.  Dort führte Xaver mit seinem gebrochenen Englisch mehrere Interessengespräche mit Passanten. Interessanter als alte Kirchen 🤣.

Gegen Abend ging es dann wieder zurück, nachdem noch ein wunderschönes Sonnenuntergangfoto (eigentlich noch gar nicht Sonnenuntergang, aber trotzdem so richtig kitschig) geschossen wurde.

 

13.07.2023: Umkehrpunkt erreicht?

1. grosse Microlinotour

Nach einer gemütlichen Nacht ging die Fahrt weiter Richtung Norden. Schweden ist schon eine schöne Gegend. Wenn man nicht auf den Hauptverkehrsachsen (Autobahnen eingeschlossen) bewegt, so fühlt man sich im „Land der Trolle“ oder wie „Hänsel und Gretel im tiefen Walde“. Nur, dass wir ein Navi haben und sie nicht. Und falls Xaver auch darauf schaut.
Wie leider sehr oft stimmten auch heute wieder Lageangaben von Ladestationen nicht. Oder funktionierten nicht. Das ist bei einem Kleinwagen wie mir aber match-entscheidend. Xaver hatte dann aber immer wieder eine weitere Ladestelle gefunden.

Gegen Abend erreichten wir dann Jönköping. Dort ist unser Umkehrpunkt.

Eigentlich Quatsch:
Unser Umkehrpunkt wäre Nordkapp gewesen. Rund 2‘500km auf der Strasse nördlicher. Aber aus Rücksicht auf Xavers Gesundheit und auch weil mit meinen Bremsen etwas nicht stimmt, so werden wir hier nun schweren Herzens umkehren. Es waren ja bis hierher ca 2‘000km (Verfahrene inklusive)

Das Nordkapp wird ja auch noch in ein, zwei Jahren noch dort sein.

 

12.07.2023: von Dänemark nach Schweden gefahren

1. grosse Microlinotour

Es war ein gewittriges Erwachen für uns beide. Zuerst sahen wir die grellen Blitze nur in weiter Ferne. Doch Regen und Donner kamen immer näher. Xaver schaute sich die Wetter-App genauer an. Er bemerkte, dass wir beide mit einer Gewitterfront Richtung Kastrup unterwegs waren.Doch bis zur Mittagszeit sollte es dann aufhellen. Da wir eh nochmals vor der grossen Brücke zwischen Dänemark und Schweden vollladen wollten, störte un dies nicht gross. Also – auf in den Regen.

Nach dem Laden in Hvidovre machten wir uns auf die Autobahn. Dies ist die einzige Möglichkeit, auf en eigenen vier Pneus rüber zu kommen. Wir wussten zwar, dass wir ein kleines Verkehrshindernis sein würden. Doch alles lief gut – bis auf … Die Strecke besteht ja aus zwei Teilen: der erste ist ein Tunnel, der zweite dann die Brücke. Und in der Brücke wurde ich plötzlich langsamer. Xaver musste immer mehr Strom geben. Die Situation erinnerte ihn an eine Goldwingfahrt, bei der er auch immer langsamer wurde. Der Grund dafür: die hinteren Bremsen lösten sich nicht richtig. Also gab es für uns beide einen kurzen Zwischenstopp auf dem Flughafenareal. Xaver fand nun heraus, dass das Strompedal nicht mehr richtig zurückgedrückt wurde. Wenn er nun mit dem linken Fuss mein Pedal zurückzog, dann rollte ich wieder leicht wie eh und je. Also ging es nun weiter Richtung Brücke und Schweden.

Ohne Verfahren schaffte es Xaver mit mir bis zur nächsten Ladestelle. Dort dann das nächste Malheur. Wir wollten an einer Mer-Ladestelle laden. Diese existierte jedoch nicht mehr (mal nicht an der Stelle, die in Goingelectric angegeben wird. Aber McDonalds hatte ja auch noch zwei Steckdosen. Leider liessen sich die auch nicht freischalten. Und im ersten Moment gab sie auch nicht meine Nabelschnur frei. Xaver hinterliess schon seine Kontaktdaten, damit er den abgetrennten Teil wiederbekommen könnte. Da hatte seine Frau die gute Idee, das Kabel nochmals zusammenzusetzen, einzustecken und dann in umgekehrter Weise zu lösen (zuerst Säule, dann Auto). Und siehe da. Es funktionierte.
Nun wurde eine neue Säule gesucht undin der App schnell gefunden.

Der Rest des Tages verlief dann problemlos.

 

11.07.2023: 10‘000er Grenze in Dänemark überschritten eh überfahren

1. grosse Microlinotour

Heute machten wir uns schon früh auf den Weg. Die LKWs trieben uns davon. Gemütlich ging es gegen Flensburg. Ich bekam dazwischen, genauer in Oevensee, noch eine Vollpackung Strom. Derweilen nackertem Xaver vor sich hin. Als wir dann starten wollten, bemerkte Xaver, dass die Zigarettenanzünderbuchse nicht funktionierte. Also Totalausfall des Navis. Aber zum Glück hatte er vor Jahren MapOut (eine geniale Tourenplaner-App fürs wandern oder Velofahren: aber nur für iOS).  Mit der verirrte sich Xaver (fast) nie. Plötzlich funktionierte die Buchse wieder. Sicherheitshalber kaufte Xaver aber ein USB-Kabel in Flensburg.

Kurz nach diesem Einkauf überfuhren wir gemeinsam die Grenze nach Dänemark. Auf der Fahrt nach Christiansfeld sah ich dann das erste Mal das Meer. Schon eindrücklich. Aber zum Glück musste ich mit meinen Pneus nicht ins Wasser (Xaver aber auch nicht 😉). Bis Christiansfeld herrschte noch eitel Sonnenschein. Nach meiner zweiten Ladung begleitete uns dann sehr wechselhaftes Wetter: Regen und Sonnenschein wechselten sich innerhalb kürzester Zeit und Distanz. In Ullerslev bekam ich dann wieder neuen Strom.

 

10.07.2023: Jaja – der Ärger mit den Ladesäulen

1. grosse Microlinotour

Sowohl Xaver als auch ich sehr gut genächtigt. Ich in meinem schönen Unterstand, Xaver wieder mal ausgestreckt und sehr wahrscheinlich laut schnarchend (die Gastgeber waren so anständig und erzählten nichts vom Sägewerk 😉).

Nach dem Morgenessen auf der Terrasse ging es wieder „on the road again“. Unser nächster Halt war bei der Edeka in Langenhagen. Und dort begann der Ärger 😡. Xaver probierte mich an mehreren Anschlüssen zu laden. Auch mit mehreren Ladekarten. Irgendwie konnte die Ladesäule nicht mit mir, dem Microlino, Kontakt aufzunehmen. Nach einer gewissen Zeit entschlossen wir uns, eine andere Ladestation aufzusuchen. Schnell wurden wir fündig. Das Ganze kostete uns viele graue Haare und (vor allem wieder) mindestens eine halbe Stunde.

Dafür war der chirurgische Eingriff etwas Gutes 👌. Die Ladeleistung blieb wirklich lange hoch. Wie hoch, probierte Xaver anhand der gemessenen Zeit pro Prozentsteigerung zu berechnen. Über sehr lange Zeit wurden wahrscheinlich 2kW/h in mich hineingepumpt. Bei den nächsten Ladestopps in Hamstedt und in Bad Bramstedt genau das Gleiche 😍.

Kleiner Nachtrag (den Xaver wissentlich beiseite lassen wollte);
Hamburg ist für uns beide wirklich eine mühsame Stadt. Regelmässiges Verirren war angesagt. Andere würden das als Sightseeing abtun. Kenner von Hamburg sehen das gut auf der Karte und greifen sich wahrscheinlich an den Kopf

09.07.2023: ein Tag der Erholung – und eine kleiner chirurgischer Eingriff 😩

1. grosse Microlinotour

Heute war es zu Beginn ein richtig gemütlicher Tag. Gemütlich deshalb, weil wir erst um 06:00 Uhr starteten. Und zwar vom Silbersee. Laut Auskunft eines Lippianers (= Bewohner des Kreises von Lippe) hat der Silbersee nichts mit Winnetou zu tun.  Von demselben Lippianer bekamen wir den Tipp, den Aussichtspunkt „Weser Skywalk“ zu besuchen. Dieser Tipp war wirklich gut: nicht für mich, sondern für Xaver.
Danach rollten wir gemütlich auf meinen Rädern zu den Twizyfreunden meines Stiefbruders. Trotz wunderbarem, heissem Wetter waren sie zuhause geblieben. Und dann …🥹

Ja. Dann kam der Chirurg. Er wollte sich mein Lade-Temperaturproblem mal näher ansehen. Gegen Ansehen hatte ich ja nichts. Aber dabei blieb es nicht. Fachmännisch entdeckte er die Möglichkeit, einen zusätzlichen Lüfter einzubauen. Er wollte ihn auch ohne Bohrung befestigen. Wollte … 😭.
ZWEI (richtig gelesen: Z W E I) Löcher bohrte er mir. Hoffentlich bohrt ihm das nächste Mal der Zahnarzt zwei Löcher ohne Narkose 🤔.

Ich bzw wir hoffen nun, dass es etwas nützt, um die Ladertemperatur ein bisschen niedriger zu halten. Und somit die Ladeleistung länger hoch.

Den Abend verbrachte ich dann unter einem Vordach. Xaver konnte die gute Holzofenpizza geniessen.

 

08.07.2023: Folgetag – na ja

1. grosse Microlinotour

Gestartet war der Tag eigentlich sehr gut. Im Morgengrauen machten wir uns auf den Weg. Aber, wie Xaver halt so ist: das Navi kommt erst an zweiter Stelle. Er vertraut seinen Geografiekenntnissen viel mehr als einem aktualisierten Navi.
Wir fuhren also weiter (zurück) nach Heidelberg. Nach 40km (heimwärts) erkannte dann Xaver seinen Irrtum. Also wieder nordwärts – und diesmal nach dem Navi. 80km „für d‘Füchs“. Somit quasi 6 Stunden verloren 😩.

Nach diesem Fauxpas fuhren wir zügig nach Norden. Wir haben aber im Sinn, diesen Zeitverlust irgendwie einzuholen. Wahrscheinlich durch Fahren bei kühleren Temperaturen am frühen Morgen und am späten Abend. So können wir meine „Hitzeschwäche“ beim Laden möglichst umgehen.
Mit 3x Zwischenladen in Lampertheim, Bad Nauheim und Mücke kamen wir dann doch noch beim Silbersee in Frielendorf  an (hat das was mit Winnetou und Old Shatterhand zu tun? 🤔)

 

07.07.2023: Start ist erfolgt

1. grosse Microlinotour

Nun ist es endlich soweit. Wir sind gestartet. Wohin es geht, wirst du selber erraten müssen. Auf jeden Fall mit der Yeit erraten können.

Gestartet sind wir am frühen Freitagmorgen. Xaver hat sich natürlich verschlafen. Aber das ist nicht so schlimm. Wir haben ja Zeit. Via Rapperswil (endlich mal ohne Stau) rollten wir gemütlich nach Schaffhausen. Dort, an den Ladesäulen von SH Power, gab es dann zum ersten Mal Strom für mich. Xaver meditierte schnarchend ein bisschen.

Recht zügig trieb mich Xaver in Richtung Norden. Dem Navi gehorchte er wie meistens nicht so gut. Aber wir erreichten mit gut 30% Oberndorf am Neckar. Hier entdeckte Xaver bei mir die nächste Schwäche: nach über 2 Std hatte ich erst 1.8kWh zu mir genommen. Das ist also richtig schwach. Was heisst das nun: bei grosser Hitze wie jetzt muss Xaver meinen Kofferraum freimachen, damit die warme Luft entweichen kann. Und: wir werden es wahrscheinlich ab jetzt während der grössten Hitze gemütlicher nehmen.
In Pforzheim gab es dann die 3. Portion Strom. Da die 1. Wahl besetzt war, so wichen wir in ein Parkhaus aus. Während ich nuckelte, genoss Xaver einen feinen Salat. Beim Rausfahren hatten wir dann noch kurzfristig Probleme: der Parkschein wurde nicht akzeptiert. Dank Hilfe einer netten Dame konnten wir dann doch noch etwas Richtung Bruchsal. Dort war unser improvisierte Übernachtungsplatz: ich am Nuckeln, Xaver am Schnarchen.